Jede Generation hat ihre eigenen Vorbilder. Wenn Jugendliche von ihren Vorbildern sprechen, dann tauchen oft Namen auf, die ich noch nie gehört habe oder mit denen ich kaum etwas verbinden kann: es sind – neben Schauspielern und Fußballstars – Influencer oder YouTuber, die für die Jugendlichen ganz selbstverständliche Größen darstellen.
Kleiner Trost: Marie Curie und Alexander von Humboldt waren auch dabei. Und auch hier bei den jungen Menschen ganz klar: Die eigenen Eltern sind Vorbilder. Für die Jungen vor allem die Väter, für die Mädchen die Mütter. Und die Großeltern ebenfalls. Das ist doch beruhigend.
Kennen Sie Manjeed Singh Sanga? Ich kannte ihn nicht. Für die Jugendlichen ist er so einer, der es „geschafft“ hat, mit 18 Jahren Millionär zu werden, der schon mehrere Unternehmen gegründet hat und nun andere dabei berät, ihr eigenes Unternehmen zu starten. Verlockend und inspirierend für junge Menschen, keine Frage.
Es ist doch spannend zu sehen, welchen Idealen, welchen Menschen wir folgen. Natürlich auch bei den Jugendlichen die Frage nach Jesus – und hier gibt es tatsächlich zwei Haltungen.
Die einen sagen: „Jesus war so außergewöhnlich. Es macht keinen Sinn, ihn sich zum Vorbild zu nehmen. Man erreicht es ja nicht einmal ansatzweise.“ Und die anderen, die sagen: „Doch gerade, weil sein Leben so besonders war, lohnt sich, auf das Leben von Jesus zu sehen.“
Eine Konfirmandin schrieb damals: „Er hat sich so vielen Menschen widersetzt und sich nicht um die Meinung anderer über ihn gekümmert. Er ist für andere gestorben. Er hat immer die Last auf sich genommen. Sehr bewundernswert.“
In seinem Weg ist Jesus bis heute – nicht für alle, aber doch für viele – ein Vorbild, einer, der das eigene Leben beeinflussen und prägen kann. Seinen Weg gehen wir in der Passionszeit mit.
Wer ist Jesus für Sie? Was bedeutet er Ihnen? Ist er für Sie ein Vorbild?
Ich wünsche Ihnen einen gesegnete Fastenzeit!








