Die Sonne sinkt – und bringt anderen Menschen das Licht

Pfarrer Jürgen Hoffmann Akku leer

Vor einiger Zeit habe ich einen besonders wunderbaren Sonnenuntergang erlebt.

Nein, nicht bei uns in Düsseldorf, sondern an der Nordsee, auf Norderney – am Weststrand. Also da, wo hinter dem Meer nichts kommt und die Sonne buchstäblich im Meer versinkt.

Es gibt diese wunderschönen Namen für die verschiedenen Phasen: „Goldene Stunde“ und „Blaue Stunde“. Insbesondere Fotografen kennen diese Begriffe. Faszinierend und gleichsam berührend, wie das Licht sich verändert und mit dem Licht die ganze Stimmung eine andere wird. Ein langsames Hinübergehen von der Hektik eines Tages in die Ruhe und das Dunkel der Nacht.

Ein Abendlied aus der anglikanischen Kirche bringt das so wunderschön zum Ausdruck:

Der Tag mein Gott, ist nun vergangen
und wird vom Dunkel überweht.
Am Morgen hast du Lob empfangen,
zu dir steigt unser Nachtgebet.

In der vorletzten Strophe heißt es:

Die Sonne, die uns sinkt,
bringt drüben den Menschen überm Meer das Licht.

Ich finde diesen einfachen Gedanken wirklich schön, dass es diesen täglich wiederkehrenden Wandel aus Kommen und Gehen, Neuwerden und Untergehen, Licht und Dunkel, gibt.

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Ich wünsche Ihnen ein friedvolles, gesundes und gesegnetes Neues Jahr!

Und da, wo die Sonne für uns gerade nicht scheint, bringt sie das Licht für andere. Gehen Sie in den nächsten Tagen vielleicht einmal an den Rhein oder an das nächste größere Gewässer in Ihrer Nähe und schauen der Sonne bei ihrem Untergehen zu.

Ich wünsche Ihnen eine gesegneten Zeit.

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