Jemand, der bleibt, wenn’s schwer wird

Schafherde Hirt

Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.
– Johannes 10,11

Jesus sagte einst: „Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ Dieses Bild hat im Laufe der Jahrhunderte viele Menschen tief berührt. Doch was bedeutet es wirklich? Und warum könnte es gerade in der heutigen Zeit noch relevant sein, selbst wenn man der Kirche oder dem Glauben fernsteht?

Das Bild des Schäfers ist eingängig. Ein Schäfer kümmert sich um seine Herde: Er führt sie zu sauberem Wasser, sorgt für gutes Futter und schützt sie vor Gefahren. Ein guter Schäfer ist nicht nur jemand, der seine Arbeit erledigt, sondern dem seine Tiere wirklich am Herzen liegen. Er passt auf sie auf – auch wenn es mühsam oder sogar gefährlich wird.

Jesus präsentiert sich selbst als diesen guten Schäfer. Er sagt damit: Ich bin jemand, der für euch da ist – unbedingt und ohne Ausnahme. In einer Welt, die oft von Unsicherheit, Leistungsdruck und Einsamkeit geprägt ist, spricht das viele Menschen an. Denn wer wünscht sich nicht jemanden, der zur Stelle ist, wenn es hart auf hart kommt? Jemanden, der nicht im Stich lässt, wenn es schwierig wird?

Vielleicht kennen Sie das Gefühl, auf sich allein gestellt zu sein. Oder die Erfahrung, dass Menschen nur so lange bleiben, wie es für sie von Vorteil ist. Demgegenüber steht das Bild des guten Hirten für etwas ganz anderes: eine Haltung der Treue, des Mitgefühls und des Schutzes. Es erzählt davon, dass niemand vergessen oder übersehen wird, selbst wenn man sich klein oder unbedeutend fühlt.

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Auch wenn man nicht religiös ist, kann dieser Gedanke Mut machen: die Vorstellung, dass Nächstenliebe und Zuneigung nicht nur schöne Ideen sind, sondern etwas, das tatsächlich gelebt werden kann. Vielleicht entdecken Sie den „guten Hirten“ in einer Person, die Ihnen durch schwere Zeiten geholfen hat. Vielleicht haben Sie selbst schon erlebt, wie wichtig es ist, für andere da zu sein – ohne Hintergedanken, einfach weil es richtig ist.

Der Bibelvers erinnert uns auch daran, dass wahre Nächstenliebe manchmal Opfer erfordert. Liebe ist nicht immer bequem. Sie kann verlangen, dass man Zeit investiert, Geduld aufbringt oder Risiken eingeht. Aber genau darin liegt ihre Schönheit: in der Bereitschaft, sich für andere einzusetzen.

Ob man es nun „Gottesvertrauen“ nennt oder einfach das Bewusstsein, dass wir alle voneinander abhängig sind – das Bild des guten Hirten fordert uns auf, uns wieder auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt: Verlässlichkeit, Empathie und das Wissen, dass niemand das Leben alleine bewältigen muss.

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