Eine Auferstehungsgeschichte und die Botschaft: Gib nicht zu früh auf!
Es ist erst zwei Monate her, da habe ich über die leeren Akkus meiner Kamera geschrieben – und darüber, dass wir selbst auch immer wieder gut für uns selbst, für Leib und Seele sorgen müssen, gewissermaßen also unsere eigenen Akkus wieder aufladen. Weil es sonst nämlich sein kann, dass es nicht beim leeren Akku bleibt und sich ein größeres Problem auftut.
Jetzt also meine Fortsetzung: Nachdem meine Kamera sich auch mit einem dritten Akku (den hatte ich neu gekauft und er konnte einfach nicht kaputt sein) auch nicht anschalten ließ, wusste ich, es gibt ein größeres Problem.
Kurz gesagt: Meine Kamera war tot, mausetot – und gab bei allen gutgemeinten Versuchen kein Lebenszeichen mehr von sich.
Also ein Anruf beim Hersteller der Kamera. Verbindung zu einem technischen Mitarbeiter. Dann eine Notfall-Prozedur:
Objektiv, Akku, Speicherkarte – einfach alles erst einmal entfernen. Akku wieder einlegen. Anschalten. Ausschalten. Mehrmals. Keine Reaktion – die Kamera bleibt tot (ich gebrauche bewusst dieses harte Wort). Dann eine bestimmte Taste beim Anschalten gedrückt halten. Keine Reaktion.
Ein zweites Mal. Schließlich beim dritten Mal eine Anzeige auf dem Display. Ich kann es kaum fassen. Ein erstes Lebenszeichen! Wieder Aus und An – es funktioniert. Ja, ich musste die Kamera noch einmal komplett neu einstellen, aber: Sie lebt!
Im Gespräch mit anderen wird mir klar: Ich habe hier eine kleine Ostergeschichte, eine Auferstehungsgeschichte erlebt.
Wo ich mit meinen Möglichkeiten am Ende war und kaum noch Hoffnung hatte, dass es ohne eine größere Reparatur gehen würde, war es im Grunde nur eine sehr sinnvolle Einrichtung in der Kamera, dass sie sich, um sich selbst zu schützen, in eine Art „Todesschlaf“ versetzt.
Aus diesem konnte sie nun „ins Leben zurück“ geholt werden.
Ich weiß, meine Kamera eignet sich nicht wirklich, um „Auferstehung“ zu erklären oder als Vorbild für die Lösung weltweiter Krisen zu dienen. Und dennoch: Für mich ist es so etwas wie eine Rückkehr ins Leben.
Und vor allem ist es die Botschaft: Gib die Hoffnung nicht so schnell auf. Womöglich ist da, wo du nichts mehr erwartest, noch Leben drin – und wartet nur darauf, dass jemand dieses Leben aufweckt.
Das ist übrigens etwas, das ich zutiefst von Gott glaube: Er gibt nichts und niemanden auf – und sieht immer auf das, was noch Leben in sich trägt – oder vielleicht nur einen kleinen Anstoß braucht, um wieder lebendig zu werden.
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Zeit!







